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Kapitel ???: Der Gegenwicht in Reimen spricht (V)

„Da sitzt er nun, der Gegenwicht
und fragt sich, was ein Wicht so spricht.
Grad im Moment fällt ihm nix ein,
das darf doch eigentlich nicht sein!“
Der kleine Gegenwicht zerbricht sich den Kopf:
„Aua, das hat weh getan,
wär ich doch gleich zum Arzt gefahrn.“
Da stutz unser kleiner Freund:
„Wieso tu ich in Reimen denken?
Soll ich der Frau Gedichte schenken?“
Um den Reimen aus dem Weg zu gehen, macht sich der kleine Gegenwicht nun zunächst mal an den Hausputz. Sehr gut aufgelegt stimmt er ein Liedchen an:
„Always look on the bright side of death
just before you draw your terminal breath…”
Doch irgendwie findet unser Held den Gedanken an den Tod gerade beim Hausputz nicht besonders aufbauend, denn:
„Zu viele Unfälle geschehen,
wer weiß, danach kann ich nicht gehen
oder ich kann nix mehr sehen,
also bleib ich lieber stehen,
werd meine Freundin mal anflehen,
dass sie mir das Haus mal putzt,
weil das auch der Gesundheit nutzt.“
Dabei darf natürlich nie die Referenz und der Aspekt außer Acht gelassen werden. Denn es nützt ja nur der Gesundheit vom Gegenwicht – nicht aber der seiner Freundin. Dennoch eilt er schnellstens zum Telefon, nimmt den Hörer ab und wählt … nach drei Ziffern stoppt er:
„Wen sollte ich denn anwählen
zum Putzen und zum Quälen?
Eine Freundin hab ich neda,
d´Mama mocht bloß foi des Weda,
i schdä do ois wia a Bleda,
gä, woast wos, des moch I schbeda,
erst ruaf i de Butzfrau o,
de oide Kua, de macht des scho!“
Er beginnt also neu zu wählen : 555222 :  „MUH !“
„Hallo Zenzi, des is guad
das i de dawisch;
nimm dein Huad
und kimm schnäi uma,
i brauch heid Hilfe, i oida Dumma!“
„MUH!“ kommt die Antwort von Zenzi, was gut ist, denn dieses MUH bedeutet Zustimmung.
„Ja gäh legg, des gfreid mi fei,
i lass di nachad dann aa nei,
nimmst an Kibe dann ins Mei,
wenn i an Hodan no dagrei
kost ofanga scho glei.“
Erneut schallt ein „MUH!“ durch das Telefon, doch der kleine Gegenwicht stutzt: irgendetwas stört ihn am Ton von Zenzi. Plötzlich klingelt es an der Tür. Der kleine Gegenwicht verabschiedet sich hastig von Zenzi, die nochmal ins Telefon muht: „Muhuhuhu“.
„Ja, wer steht denn vor der Tür?
Wer will denn da zu mir?“
Und oh Wunder, vor der Tür steht Zenzi mit ihrem nagelneuen O2-Handy:
„Ja Zenzi, is des schnäi ganga,
host auf ebbs an Blanga?
I hoi da schnäi a Gros vom Gartn,
du kannst ja no im Bad kuaz wartn!“ – „MUH!“
Jetzt weiß der kleine Gegenwicht auch, warum sich die Zenzi vorhin so komisch angehört hat: sie war wohl kurz im Funkloch. Allerdings findet er es sehr respektabel, dass Zenzi, die nicht gerade von schlanker Statur ist, sich aus eigenen Kräften aus eben diesem wieder herausgehievt hat. Flink wie ein Wiesel huscht Zenzi mit schweren Schritten die Stufen hinauf, wobei die Holzbalken der Treppe aufstöhnen. In elliptischen Kreisen schnaubt die korpulente Hochlandkuh bis in den 16. Stock ins Penthouse, denn den Lift darf sie nicht benutzen, denn schon ihr linkes Hinterbein alleine überschreitet das zulässige Gesamtgewicht.
„Hää, du Zenzi, woadd amoi,
i hob fagessn dase hoi
an Kibe und an Hodan.
A zefix, i griag a Blodan!“
Als der kleine Gegenwicht in seine Wohnung kommt, sieht er Zenzi im Wohnzimmer abstauben: mit schwungvoller Bewegung wackelt sie mit ihrem Schwanz über das Regal! Der Kühe größte Freud das ist! In Wirklichkeit ist Zenzi nämlich gar nicht so erbaut über die Aussicht, mit Eimer und Lappen durch die Wohnung zu gehen. Aber das Abstauben – das Abstauben ist immer so schön, fast wie Geburtstag und Weihnachten zugleich! Und Ostern! Und Silvester! Und überhaupt! Abstauben ist wie Fliegen verjagen – nur ganz ohne lästige Fliegen. Und wenn keine Fliegen rumfliegen, fliegen beim Abstauben auch keine Vasen runter.
18.2.07 20:30
 


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