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Kapitel XI - Der kleine Gegenwicht auf großer Reise

Die Hinfahrt

 

Pünktlich um 8.24 und 36 Sekunden war der kleine Gegenwicht am Bahnhof eingetroffen; aber was sehen seine verschlafenen Augen, die sich zu kleinen Schlitzen deformiert hatten: viele, viele Leute - große, kleine, dicke, dünne; weitere Leute mit Schlitzaugen und sogar zwei Japaner mit ihrer super Sony Digicam in Form eines Holzstöckchens. Der kleine Gegenwicht sinnierte kurz über den Sinn und Unsinn von Mikro-Geräten, die sich bald Richtung Nano-Ebene zu entwickeln schienen. "Wann de Gerätschaften oiwei gleana wean, miaastn jo de Pfoddal fo de Leid aa imma gleana wean, weima sunst koane Gnepfal mea drugga ko!" Dabei kam er jedoch auf des Rätsels Lösung: "Des Zeich gäd ois auf Ruaffa." Und schon arbeitet er eine Betaversion für die bayerische Spracherkennung für eine Digitalkamera aus:

einschalten: gä o!

Foto schießen: des wui i / moch scho!

ranzoomen: do gäsd hea!

rauszoomen: schleich de!

Menü öffnen: wos wuistn? / Glump, bläds!

zurück im Menü: Hoitaus! / ze fix, fadoh!

Foto löschen: na, des wui i nochad doch ned!
ausschalten: a gäh doch hoam! / gäh legg me doch du am Oasch!

Keine 20 Sekunden nachdem der kleine Gegenwicht den Bahnsteig betreten hatte, fuhr auch schon der Zug ein. Dies verlief relativ unspektakulär. Zug fährt langsam an und bremst mit ohrenbetäubendem Lärm ab. "Ah, do schaug her! A Tautologismus" erklärte der kleine Gegenwicht dem braungebrannten Steckdosenneger, der neben ihm stand. "Hä? Wus?" - "Na, a Tautologismus is wannst zwoa moi dessäibe sogst! Aiso, wenn i sog: a gratis Schäin umasunst fia null Euro - des waa sowas wos i..." Weiter kam er nicht, denn der besagte Steckdosenneger gab ihm eine augenbetäubende Ohrfeige. Beleidigt, gekränkt und verletzt stieg der kleine Gegenwicht in den stehenden Zug. Erleichtert nahm er neben einer älteren Oma Platz, da diese einen recht harmlosen Eindruck machte. War er doch eben mit einem blauen Auge davon gekommen.

 

Am anderen Ende des Wagons saß die Top-Kandidatin für die diesjährigen Miss RB-Straubing-Regensburg-Wahlen. Eine ihrer bestechendsten Eigenschaften war ihre unübertreffbare Fähigkeit, sich im wackeligen Regionalzug zu schminken. Der kleine Gegenwicht fasste sich ein Herz, wovon er ja zwei auf der Dult gewonnen hatte und ging zu der Miss-Anwärterin. Höflichst bat er sie "Mogst me biddsche budan?", woraufhin er seine zweite Ohrfeige des Tages bekam. Da dies der Schaffner gesehen hatte, wurde die Miss-Anwärterin aufgrund ihrer vermeintlichen österreichischen Herkunft von den Wahlen disqualifiziert. Im höchstmodernen Waschbär-Look setzte der kleine Gegenwicht seine Reise fort.

 

Eigentlich setzte er sie nicht fort im eigentlichen Sinne, denn die Reise war bis dato ja auch zu keinem Zeitpunkt unterbrochen. Doch dies war nur eine Haarspalterei, und da der kleine Gegenwicht ohnehin kurz vor der Glatze stand, beschloss er. seine letzten 193 Haare nicht noch mehr zu drangsalieren. Von nun an verlief die Fahrt sehr ruhig. Naja, was heißt ruhig. Die Situation lässt sich besser als ereignislos beschreiben. Von Ruhe kann man bei Regionalbahnen nicht wirklich sprechen. Schon gar nicht, wenn die 8a der Landshuter Abend-Erwerbslosen Realschul-Mittelstufe – kurz LAERM – 2,5 der 3 Wägen in Beschag genommen haben. Am nächsten Bahnhof – Regensburg – musste der kleine Gegenwicht aussteigen; das stand so auf seiner Fahrkarte. Heilfroh, diese Zugfahrt mit zwei blauen Augen überstanden zu haben, verließ der kleine Gegenwicht diesen unheimlichen Ort des Grauens. Allein beim Gedanken an die unungängliche Rückfahrt wurde dem kleinen Gegenwicht ganz schwarz vor Augen. "Oha" dachte er, bis er die Augen wieder aufmachte, hatte er nichts mehr gesehen!

 

 

3.3.07 21:41


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GRAMMAR V oder : Wir gehen unter die Dichter!

Für die letzte halbe Stunde
möcht ich hör´n aus deinem Munde,
lieber lesen auf Papier,
ein Gedicht von dir zu mir.
Bist du denn von allen Sinnen?
In der Form ist´s so schwer zu spinnen.
Mein Hirn ist dazu außer Stande,
da´s unüblich ist hierzulande!
Wenn du das sagst, dann wird´s so sein,
doch lernen sollte´s Groß und Klein,
damit die schöne Reimerei
nicht reißet dich und mich entzwei.
Warum sollte sie das machen?
Die Reimerei, sie ist zum Lachen,
wenn Laien sich an ihr versuchen.
Meister Goethe würde fluchen!
Ich find das Reimen wunderbar,
wird doch so alles sonnenklar,
wenn Verse nur auf Reime enden,
wieso noch einen Sinn mitsenden?
Wer verlangt denn hier nach Sinn?
Ich bin nicht froh, dass ich hier bin,
und doch, um der lieben Freundschaft willen,
hoff ich, es bringt mir was, im Stillen.
So schreib ich hier hin was ich will,
vom Auto und vom Kühlergrill,
von Heiners neuer Augenbrill,
von Lenzens tollem Grammar-Skill,
nur was ich will, nur was ich will.
Was könnte man noch mehr verlangen?
Der Ton wird einen Stil erreichen,
den kaum ein Schüler je erlangen
noch in seiner kleinen weichen
Birne je verstehen wird!
Was momentan mich auch nicht stört.
Jetzt hamma noch a Viertelstund
lang Zeit für diesen Schund,
zum Üben und zum Dekorieren
mit Zuckerguss und kleinen Tieren.
Von Bärchen, Kätzchen, Teufelsrochen
Haben wir noch nicht gesprochen!
Dies sind halt eben auch mal Themen,
die die Bevölkerung von Jemen,
von Asien, von Afrika,
von Indien und Amerika
nicht die Bohne interessiert.
Darauf reimt sich jetzt „zu viert“.
Nun, Frau Susi, lasst mich raten,
woher seid ihr hergeraten?
Von den großen Houbadouren
oder gar den bösen Buren?
Ich hatte mal nen grünen Parka,
bin deshalb auch die ´von Petrarca`,
sozusagen oder ähnlich,
Mann, bin ich heut wieder dämlich!
Fünf Minuten bleiben noch
Und ich muss sagen, ich denke doch,
dass das mir auch gar nichts ausmacht,
wenn jemand mich dafür mal auslacht,
dass ich gerne dämlich bin.

Das ist doch der einz´ge Sinn.


 Die zweite Runde: Zula hinterlässt Spuren
Wir haben uns hier eingetroffen
Und sind auch gar noch nicht besoffen;
Wir sitzen hier beim Lenz und hoffen,
dass der Kurs ist schnell vorbei!
Das ist mir auch nicht einerlei.
Ich glaube fast, ich fall entzwei!
Im ganzen Körper kribbelt´s mir,
ich find´s nicht gut; was sagt das dir?
Mein Kind, du bist einfach gestresst,
pass auf, du wirst ja ganz depressed,
ich will dich wieder fitter machen,
dafür schreib ich blöde Sachen,
die bringen dich gewiss zum Lachen,
so mach doch mit und lass es krachen!
Krachen lassen find ich gut.
Ich hätt jetzt gern so einen Hut,
der mir hilft, viel zu verstehn,
oder mit dem man mich nicht sehn
kann – einen Zauberhut, ganz klar.
Das fänd ich wirklich wunderbar!
Der Ring vom Frodo würde helfen,
herrje, hier reimen nur noch diese Welfen,
die ja auch in Italien waren,
da fielen sie gleich ein in Scharen,
stellten sich gegen Papst und Leute,
so dass ich in der Zula schreibe heute,
dass die Welfen – diese Meute
machte in Florenz die Beute.
Doch Frodos Ring ist etwas fies,
der macht ja doch nur alles mies,
Und alles wendet sich zum Bösen.
Dieses Problem lässt sich schwer lösen.
Drum glaube ich, mach ich heut Pause,
Gönn mir am Abend ne große Brause –
In Bayern wird das Bier genannt.
Ach, was für ein wunderbares Land!
Oh ja, das Land ist wirklich toll,
nur manchmal ist es auch zu voll
mit Asiaten und auch Preißn
und wie sie sonst noch alle heißen!
Mir fallen da noch Türken ein
Und viele kleine Araberlein,
auch Engländer, durchaus auch Russen
-und die haben wirklich schlimme Tussen –
und Tschechen und auch Spanier,
all solche Leute leben hier!
Vergiss bitte die Leute nicht,
von denen deine Freundin spricht,
wenn sie die Italiener meint
und dabei gleich und kräftig weint,
weil der Reim wird fast zerstört
und ich werde nicht erhört,
ist es noch immer eine Stunde
schau doch – die erschöpfte Runde!
Tja, hier ist wirklich keiner fit,
und ich bekomm fast gar nichts mit,
weil ich doch so müde bin.
Mir scheint, als wär das jetzt so in.
Müde ist doch jetzt ein jeder.
Ich hätte gern ein schön´res Weda,
weil mich dieser Regen aufregt.
Ich bin heut eigentlich ned gut aufglegt.
Reg dich nicht drüber auf,
lass den Dingen seinen Lauf,
ändern kannst du doch ja nix,
auch wenns´d sagst, a Schmarrn, ze fix,
leckt´s mich doch alle mal am Arsch,
ihr Deppen, euch blas ich den Marsch,
nein lass es sein, dein Kopf wird rot,
wir sitzen doch alle im gleichen Boot.
Ich weiß, ich nerv dich, tut mir leid.
Ich freue mich schon auf die Zeit,
wo ich nicht mehr so stark rumhäng.
Und dann, mit einem lauten „Peng“
Taucht die alte Susi wieder auf.
Schwermut verpiss dich, hau ab, lauf!
Du nervst mich nicht, a so a Kaas,
das macht mir immer so viel Spaß
wenn wir zusammen Scheiße quatschen,
uns verbal noch zu zermatschen.
Wo wir doch schon unten liegen,
wär´s ein leichtes uns zu kriegen.
Wir sind ja beide nicht sehr groß.
Am Boden liegend übersieht man uns bloß,
Und es ist wirklich sehr erstaunlich,
Ja richtiggehend verwunderlich,
was am Boden alles rumliegt.
Wenn man das nur nebenbei so mitkriegt,
weiß man nicht, was man verpasst.
Für solche Leut ist´s schade fast.
Merkt der Lenz denn nicht,
dass heut keiner mit ihm spricht,
dass keiner von uns denken mag,
an so nem faden, grauen Tag!
Gehn wir doch sogleich hinfort,
wir sagen sowieso kein Wort!
Der ist wohl auf dem Auge blind
Oder er denkt: Ach die sind
Halt heute einfach faul.
Ich gäb ihm gerne eins aufs Maul
Dafür, dass er uns nicht gehen lässt.
Das End der Stunde wird ein Fest!
Ja, du kannst heim dann in dein Nest,
ich muss noch viele Bücher schleppen
und ich wollt noch zu den Deppen,
wo´s die Stifte gibt umsonst und
auch die Guttis, die sind rund
und lecker. Danach muss ich ja noch ins DEZ
und frag den Jürgen ´Na, wie geht´s?`
der war ja heut beim Doktor,
wegen den Zähnen, nicht dem Ohr.
Jetzt schenk die 10 Minuten uns doch,
wir kommen wieder nächste Woch!
Die Billigstifte will ich auch!
Doch zuerst denke ich, ich rauch
Noch eine leck´re Kippe.
Die könnt hängen bleiben an der Lippe,
die ist nämlich ziemlich rau
-tut manchmal weh, dann sag ich „Au!“
Wer ist rau? Die Lippe?
Oder meintest du die Kippe?
Das geht nicht hervor!
Ich zieh an meinem Ohr,
vielleicht lässt er uns gehen,
denkt, das will er gar nicht sehen,
wenn ich halt mein Ohr in Händen,

und ich sage bitte wenden!


 Und wieder einmal GRAMMAR V: Das Examen naht…
Hier sitzen wir nun wieder mal
beim Lenz, der wirkt heute so fahl,
hat ihn wohl der erste Kurs
so wie viele schon in Tours
das Konzil – aber is ja egal
dahoam da steht nu a Regal,
des is jetzt oba hoibad la
wei da Jürgn – trallala
hod heid an Haufa Biachl
eigwickelt in scheene Diachl
mitgnumma ins Büro!
Mir geht der Sinn da grade flöten,
ich denke, es ist echt vonnöten,
dass du mir den Sinn erklärst.
Ich möchte, dass du das erfährst,
damitst nicht denkst: Die ist ja blöd,
versteht nix, was geschrieben steht
von meinen wohldurchdachten Sachen.
Ich lass mich nicht gern auslachen.
Du weißt du sollst nicht fluchen
oder einen Sinn dir suchen
wenn du meine Zeilen liest.
Blümlein in Gedanken sprießt
und mein Schädel tut mir weh,
genauso wie der große Zeh!
Blümlein im Gehirn sind nett,
doch einen Vorschlag ich noch hätt:
Wie wärs mit einer ganzen Wiese
Blümchen? Ich fänd diese
Idee wirklich ganz wunderbar.
Oder´n Wald, geht auch, ganz klar.
Darauf wächst mein bisschen Wissen
und drunter lege ich ein Kissen,
dann kann ich unterm Wissen schlafen,
ganz ungestört von blöden Schafen.
Ich glaub, wir dürfen früher gehen
und dann noch zusammen stehen,
gmiatlich nu a Kibbm raucha.
Ja, de wea ma scho a braucha!
Ich hab um vier noch einen Kurs,
grad im Moment tut weh mei Fuaß
und irgendwie bin ich heut müd.
Drauf reimt sich jetzt nur was mit „Süd“.
„Süd“ erinnert mich an Sommer
Sonne – Sonnenschein,
und ich kannte mal nen Pommer,
dieses kleine fette Schwein
hat mich im Freibad mal
gestoßen wie ein Wal,
ich fiel ins Wasser und ich hab
mich verschluckt im nassen Grab!
Des Schedule is wieder schön voll,
ich finde das ja gar nicht toll.
Ich könnte jetzt ein Eis vertragen,
wär aber nicht gut für den Magen;
der ist gewohnt ganz warme Dinge
und auf der Hüfte landen Ringe.
Doch die Ringe helfen schwimmen,
dabei könntest dann auch trimmen
deine beiden strammen Wadln
- besser noch als nur beim Radln!
Ich kanns nimma hean,
Grammar – i kannt blean!
Jetzt hammas ja gleich überstanden!
Sommer wird´s in unseren Landen,
das wird wirklich wunderbar,
da fahren wir zum Baden gar
mit eurem coolen Auto fein
und dann geht’s ab ins Wasser rein.
Wir machen jetzt den Zettel voll
- ja Sommer is scho toll!
Dann kimmst moi zu mia
oda i zu dia
dann leng ma uns in Garten obe,
haun am Vogl aufn Schnobe,
leanan dann füa unsa Grämma,
gäi, des wiad da Hämma!
Halle, des wiad subbakuhl,
ma brauchad hoid aa no an Pool.
Oba des han Wunschgedanken,
die einfach so moi in meim granggn
Hirn ohne Vorwarnung aufdauchan.
Oba im Bikini bin i ned dabei-
da schamm i mi, oh mei, oh mei.
Schamma muas se de da
mit dem Kommenta;
i dad an iara Schdäi
renna, oba schnäi!
Nimma an de Uni geh!
Mei – wa des schee!
Die Prüfung mochd ma fei an Bamme,
i hoff i schaff des ohne Schramme.
Ja äh, gäh Säm, des ies doch gla!
Des waa doch glachd! Gäh wiaggle, na.
I hab des letzte Wort:
Gäh Lenz, loß uns hoid fort!
5.3.07 13:26


S'Schneggal burzelt

Der Susi zum Geburtstag
ich schreibe ein Gedicht
weil ich sie ganz besonders mag
und sehen kann ich sie nicht
Das macht mich traurig
es ist schon schaurig
wenn man die liebste und beste
Freundin die man hat
nicht einmal am Wiegenfeste
ja, an diesem Tag agratt
nicht knuddeln und umarmen kann
man fragt sich echt
wenn nicht heut wann denn dann
mir wird ganz schlecht
wenn ich daran denke
wie weit sie weg wohnt
und die Geschenke?
die haben sich zwar gelohnt
aber das weiß sie noch ned
mei wie bled!
Liebe Susi, es tut so weh
dass ich dich ned seh!
Du fehlst mir jeden Tag so sehr
mei wie ich des jetzt erklär...
es ist als ob von meinem Herzen
ein Stück wurd rausgerissen
das sind wirklich große Schmerzen
wie kann ich dich nur so vermissen?
Ich les das, was wir geschrieben
mei, mir hams scho bunt getrieben
beim Lenz in Grammar solltma lauschen
doch Lenz war nur ein leises Rauschen
die Gaudi kam aus letzter Reih
Mi legst am Arsch, oh mei!
Das war wirklich wunderbar
wie schnell da die Zeit verging
naja, so ganz stimmt's nicht
doch der kleine Gegenwicht
der da in den Zeilen hing
versüßste selbst die Highend Grammar.
Und erst der Kaffee dann beim Fred
dafür war's ja nie zu spät
nur selten war's zu früh am Morgen
dann musstest mir die Laune borgen.
Sie war schon Klasse diese Zeit
waren wir doch oft zu zweit.
Auch die wirklich schwere Phase
mit Zula und Examen
war'n wir stets zusammen
und das ist jetzt keine Phrase:
ohne dich hätt ich's ned gepackt
wär zwischendrin echt abgekackt.
Aber midanand hammas gschafft
des hob i anfangs gar ned grafft,
dass bei mia nix war
aber du und das ist klar
warst immer für mich da!

Alles Liebe zum Geburtstag, Schneggal! Miss ya!

6.3.07 20:16


Sprachbeherrschung VI: Auch nicht besser...

Zuhörn kann ich einfach nicht,
wenn der Lenz von Grammar spricht
erzählt er gar den gleichen Schmarrn
wie er hat´s gestern schon getan.
Dann steig ich aus, dann bin ich weg
und frage mich, zu welchem Zweck
bleib ich noch hier?
Nur wegen dir!
Ach mei, das ist ja wirklich lieb!
Das wär jetzt auch ein schwerer Hieb
für mich, wenn das nicht stimmt.
Hätt er das nicht sagen können,
dass er das heute auch durchnimmt?
Schön langsam müsst er das doch kennen,
dass ihm keiner zuhörn will,
drum sind wir auch so still!
Ich denk, der hört sich gerne reden
und vergisst in dem Bestreben,
dass wir alle nicht nur leben,
um seiner Grammar beizuwohnen!
Er würd sich zu gern mal klonen,
um seine Stimme doch zu schonen,
und außerdem fänd er´s unerhört,
wenn er sich mal selbst zuhört,
dann würd er merken, was uns stört!
Ich denke mal, so wär das nicht,
denn wenn dann wirklich sein Klon spricht,
wär er von sich selbst begeistert
und würd sich denken: Ach, der meistert
Grammar wirklich wunderbar!
Er würd nicht sehen, das ist klar,
dass wir uns schrecklich langweilen.
Gott sei Dank kann er sich nicht teilen!
Vielleicht wär er dann jedoch
ein Halber, dementsprechend so
angenehm, so wie ein Koch,
Mann, wir wären froh!
Doch das glaub ich selbst mal nicht,
so wie der da zu uns spricht!
Vielleicht sollte man ihn aufnehmen
auf Kassette und die dann hernehmen,
wenn man mal nicht schlafen kann.
ich bin mir sicher, das wirkt dann
wie ein Schlage auf den Kopf
und schlafen kann der arme Tropf.
Doch gebt Acht, meine Liebe,
wenn nicht kommen Seitenhiebe
auf euch zu nach dieser Kost,
die euch den Schlaf bringt, doch nicht Trost.
Denn Albträume werden bald
im Schlaf erscheinen – ziemlich kalt,
werdet euch fühlen allein im Wald,
das phrasal verb von Bäumen schallt,
das verb is gschdressd, oh mei oh mei,
ich frage es, so tell me why,
es sagt, es sei doch nur betont,
weil es am Satzende doch wohnt!
Seit wann können verbs denn sprechen?
Falls es so was jemals tut,
müsst ich das Genick ihm brechen,
dazu fehlt mir nicht der Mut.
In Schulbüchern wird nix besprochen
von dem was wir hier so verbrechen.
Irgendwann werd ich mich rächen
und ihn mit dem Locher lochen!
Er spricht jetzt dauernd von der ´Klause`,
in Österreich gibt´s jetzt ne Jause!
Und immer kommt er mit´m Quirk,
da sehn ich mich nach Captain Kirk,
so beam mich bitte weg von hier
nach Haus zu dir? oder zu mir?
Egal, doch jetzt wird recherchiert,
damit er den Faden nicht verliert,
weil wir doch schon weiter sind
als wir´s gestern sind gewesen,
drum sag ich nun, mein liebes Kind,
außer Spesen nix gewesen –
doch nun lass uns einfach blind
gehorchen diesem Oberrind!
Was ist heut bloß los mit dir?
Heut gefällst du gar nicht mir!
Hast du etwa Stress daheim?
War der Jürgen wohl gemein?
Oder bist du angepisst,
weil der Socks so wenig frisst,
oder weil dein netter Nachbar
jetzt auch anfängt, nachts zu bohren?
Da gäb ich ihm was auf die Ohren,
da würd er schauen, dieser Narr!
Mir geht´s nicht gut,
das ist wohl wahr,
Doch das liegt nicht an Jürgens Wut,
am Sonstigen,
sondern nur und einzig gar
bin ich müde und zwar
so sehr, dass ich gleich einpenn!
Und außerdem tut´s Bauchi weh
und jetzt für´n Reim auch noch der Zeh!
Jetzt müss ma noch a halbe Stund
uns antun diesen Schund.
Müde sein und Bauchweh haben
ist nicht schön, da musst du traben
nach dem Kurs sofort nach Hause,
dort machst du dann ein bisschen Pause,
machst dir eine warme Flasche,
lässt Grammar und so in der Tasche
und machst mal eine Stunde nix.
Dann geht´s dir wieder besser fix!
Wir wolln doch noch Kopieren gehn,
davor noch kurz beim Rauchen stehn,
danach, da werd ich dann sofort
nach Hause gehen und dort
mir einen schönen Kaffee machen
und meine ganzen Uni-Sachen
die bleiben erstmal unbeachtet;
der Fernseher, der wird betrachtet!
Na das ist doch ein Spitzenplan!
Und wenn er heimkommt heut dein Mann,
dann lass dir Streicheleinheiten geben,
die werden deine Stimmung heben.
Und zufrieden schläft sich´s besser,
morgen bist dann wieder kesser.
Deswegen wusst ich gestern schon,
dass ich nicht mit kann heute,
ich denk, ich bleib da, wo ich wohn,
da seh ich keine Leute!
Denn heut möcht ich alleine sein,
mit Jürgen, das wär mal fein!
Dann werden wir am Sofa liegen,
kuscheln, fernsehen und auch fliegen
in den 7. Himmel rauf,
ui, jawohl, ich freu mich drauf!
Wenn du dich freust, freu ich mich auch
und besser wird der Schmerz im Bauch,
wenn du nicht dran denken musst;
auf 7. Himmel hätt ich auch Lust,
nur fehlt mir da ein wicht´ges Teil.
Das kommt schon noch in einer Weil,
und dann mach ich das so wie du
- oh Lenz, bitte, gib endlich Ruh!
Den 7. Himmel kannst doch haben,
dich stundenlang am Poster laben
von Johnny, Orli und dem Brad,
die hängen doch so überm Bett!
Doch sind die leider nicht real!
In echt möcht ich so einen mal!
Ja, juhu, wir dürfen gehen,
da mussten wir ja nicht lang flehen.

Grammar V: Revision is fad!
T-38
warn doch heut so fleißig,
haben sogar mitgedacht
und dabei auch nicht gelacht!
Nun kann ich aber
nicht folgen dem Gelaber-
das war jetzt schon zu viel,
ist es doch kein Spiel,
sondern wirklich schwer
und das sogar sehr!
Auf T-32 gibt´s keinen Reim
und eigentlich will ich jetzt heim,
doch nachher muss ich noch zum Greule
damit ich im exam nicht heule
und SpraWi vollkommen versau.
Und nach der Prüfung bin ich blau.
Solange du´s nicht vorher bist,
womöglich in die Hose pisst,
dann sauf dich lieber nachher zu,
doch bitte gib jetzt eine Ruh!
Sprich mit mir nicht unverhohlen,
heimlich oder gar verstohlen
über Prüfungen und Examen,
gib den´n wenigstens andre Namen!
T-28 – fast vergessen,
hab noch schnell die Zeit gemessen.
Sorry, kommt nicht wieder vor,
aber was mich stresst much more
ist die simple Tatsache,
dass ich wieder mal nicht mitmache.
Wie soll das nur enden?
Ich halt mein Schicksal in den Händen
noch T-25 Minuten,
und das sag ich dir im Guten!
Was wollen wir denn hier,
es ist doch schon bald vier!
Mein Hirn meint doch immer
nach drei da geht´s echt nimmer
es wird sogar schlimmer,
ähnlich wie beim Dimmer!
Ich hätt jetzt gern ein Bier,
sonst werd ich noch zum Tier!
Ich verlasse jetzt das Zimmer
und gehe heim zu mir.
T-17 – jetzt wird´s ja,
mach dir aber bitte klar,
was das war für´n toller Reim,
MENNO, ICH WILL ENDLICH HEIM!
Seit wann trinkst du denn Bier?
Das Wort gehört doch mir,
weil ab und an in meiner Gier,
besser gesagt sind das ja wir
vom Stammtisch, die ganz gern
ein Bier zuviel uns gönnen.
Der Gedanke ist uns fern,
dass wir was andres trinken können!
T-13 hammas schon,
kann ma am Lenz ausschalten an Ton?
Ich will ja nicht zu viel vom Bier,
tu nicht so, als gehöre dir
jeder Reim mit End auf [i:r],
da werd ich wie ein Stier
und du hältst ein Papier
in der Farbe rot!
Denn Lenz kann keiner stoppen
außer er ist tot!
Doch das wär zu gemein!
An Argwohn nicht zu toppen
und ich will HEIM!
T-5, juhu, hurra,
wir sind schon gleich am Ende da!
Knittelverse, ach wie schön!
Ich glaub, wir haben heute Föhn,
weil ich a bissl Kopfweh hab.
Grammar V wird noch mein Grab-
T-2
jetzt ist´s vorbei,
hab wirklich keine Lust mehr drauf,
ein Cola ich mir jetzt dann kauf!
Das kann ich nun noch gar nicht brauchen,
musst du doch noch mit mir rauchen!
T-0, das darf nicht sein,
nicht überziehen – diese Pein!
Gib mir noch so ein Cola,
ach wie nett, ich sing Laola,
jetzt teilt er Zettel einzeln aus.
Ach Mann, lass uns doch endlich raus!
Deine copies schieb dir ins Gesäß!
7.3.07 16:50


Grammar V: Lange haben wir uns gewehrt...

Wir haben uns hier eingefunden,
um uns eineinhalbe Stunden
(Geist und Körper wird geschunden)
in gelangweilt großen Runden
unsren Grammar-Hass z´bekunden!
Der Grammar-Hass ist ziemlich groß,
was zum Henker mach ich bloß?
Wann werd ich diese Trägheit los?
Mir fällt das echt nicht in den Schoß
und im Gehirn wächst schon das Moos!
Sogar der Hund liegt da wie tot,
gib eam doch a Stückal Brot,
ned, dass er dich am End bedroht
in seiner großen Grammar-Not!
Ja, selbst der Hund ist eingepennt,
das ist das, was man so nennt
Grammar-Schlaf; der ist gesund
und nicht nur gut für einen Hund.
Hab dir doch schon mal empfohlen,
dir den Lenz mal aufzunehmen!
Musst du das Diktiergerät halt holen
oder hast schon eins gestohlen?
Müsst ich dich aber versohlen!
Irgendwie sollt ich dich zähmen,
führst dich auf wie´n kleines Fohlen!
Das ist doch wirklich gar nicht wahr!
Ich bin kein Dieb, nein, ehrlich nicht!
Ist dir das denn echt nicht klar?
Du stellst mich in ein schlimmes Licht.
Oder vergleichst du mich denn gar
Mit unsrem kleinen Gegenwicht?
Ich glaube fast, dass ich bald fahr
zu jemand, der gut von mir spricht!
So einen wirst du nicht finden,
denn auf der ganzen Welt
gibt´s keinen, dem´s gefällt,
den ganzen Tag mit dir zu sprechen,
alle Höflichkeiten z´brechen,
Kaffee und Wasser zu verzechen,
sein Leben ganz an deins zu binden!
Kein Mensch wär lieber hier,
um zu teilen die Zeit mit dir
als ich, also glaube mir,
du bist der liebste Mensch von allen,
dann darf ich dir verbal ´ne knallen!
Ich verzeih dir´s, weil du´s bist,
doch ist das echt ´ne schöne List,
vorne freundlich, hinten faul,
gibst mir eine voll aufs Maul,
während du Komplimente machst.
Ein Feuer du damit entfachst,
es dir gleich zurückzuzahlen,
die Knochen dir voll zu zermahlen;
doch dazu bin ich echt zu lieb,
nicht verdient hättst solche Hieb´!
Was war denn das grad für ein Trieb?
Bist doch nett und bös zugleich,
machst noch meine Birne weich,
ich kenn mich gleich gar nimmer aus,
gehen wir einfach gleich nach Haus,
mein Hirn ist eh schon wie ein Sieb!
Ja, der Hirnschwund all the time!
Ich möchte jetzt auch ganz gern heim,
wahrscheinlich kam der Trieb da her,
das zu verstehen ist nicht schwer!
Ich wollt dich auch gar ned verwirren,
ich hör´s in meinem Kopf schon klirren,
weil ich überhaupt ned mitkomm;
mir fällt kein Reim ein außer Tom,
und ansonsten auch nur Blödsinn:
schön langsam glaub ich, dass ich spinn.
Das glaub ich schon viel länger,
das ist ned nur ein Durchhänger!
Morgen krieg ich´s ja geschrieben,
dass was ned stimmt mit meinen Trieben!
Bei dir ist´s ja rein physisch,
doch bei mir ist´s psychisch!
Somit hab ich doch gewonnen-
ärztlich attestiert gesponnen!
Jetzt fällt mir wirklich nix mehr ein-
ich fühle mich jetzt ganz ganz klein
neben deiner –hmmm- Psychose,
das ist fast schon Jacke wie Hose.
Stress mi ned, i habs ja glei,
i sag da´s nua, oh mei oh mei.
Er sagt „Dann kommt DAS“,
ich frag mich was?
Der Has´, die Nas´,
das Glas, die Straß´,
das Maß, der Spaß,
der Fraß, der Kaas-
na was?
Mir fallen gleich die Augen zu,
Lenzilein, gib endlich Ruh!
Sam, ich ziehe meinen Hut
vor soviel Reimen in deinem Kopf,
das finde ich für mich nicht gut
das mir nix einfällt – ich armer Tropf!
Meinst du ´das` oder ´dass`?
Das fände ich nun wirklich krass,
dass du so einen Fehler machst,
wobei du doch so immer sachst,
deutsche Grammar ist ganz leicht,
weil sie dir die Birn erweicht-
hach, die Reime werden seicht,
manchmal ist es wirklich leicht
- ES REICHT!
9.3.07 13:15





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